Letzter Einsatz

Chronik Drucken

„Am 9. Januar 1881 wurde die Wehr unter dreimaligem Hoch als konstituiert betrachtet“

Der Brandschutz ist natürlich viel älter als die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg. In früheren Zeiten beschränkten sich die Aktivitäten der Bürger
gegen Feuer jedoch vornehmlich auf das Singen und Beten. Man versuchte weniger dem Schutzheiligen Florian nachzueifern, als ihn zum unmittelbaren Eingreifen in den schrecklichen Geschehensablauf zu bewegen. Da aber auf Wunder nur in Ausnahmefällen Verlass ist, waren die damaligen Feuersbrünste überaus verheerend. Nicht selten sanken ganze Städte in Schutt und Asche. Aus dieser Zeit rührt wohl auch die Verdrehung des Florianprinzips her: „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andere an!“ Unter diesen Voraussetzungen war es damals schon als entscheidender Fortschritt zu bewerten, dass Löscheimer vorgehalten, im Schadensfalle Löschmannschaften organisiert wurden und man sogar richtige Alarmierungssysteme durch Glocke oder Feuerhorn aufstellte. Geradezu bahnbrechend war die Entwicklung der ersten Feuerspritzen im 18. Jahrhundert, auch wenn diese dem Wasser nur einen bestimmten Druck geben und es nicht ansaugen konnten, so dass es in die Spritze hineingeschüttet werden musste.




Alte Feuerlöschgeräte, die vom Kieler Brandschutzmuseum der Brandkasse
Provinzial für die Ausstellung im Rathaus vom 4.5. - 27.5.1981 zur Verfügung
gestellt werden. „Das Feuerlöschwesen im Wandel der Zeit“



Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden dann überall in Schleswig-Holstein auf Grund von Landesverordnungen die ersten „Ortsfeuerwehren“, zu denen die Hausbesitzer der Orte und Gemeinden verpflichtet wurden. Dazu kamen in den größeren Städten die so genannten „Retter-Corps“. Es wurde schon damals kein Hehl daraus gemacht, dass diese Hilfsmannschaften schlecht ausgerüstet und ausgebildet waren. Misslicherweise war ihre Bezahlung nach Löschstunden geregelt. Die Folgen sind in einer alten Schrift nachzulesen: „...der größte Fehler darin liegt, daß die Angestellten dabei interessiert sind, daß das Feuer nicht sobald gelöscht werde, weil je länger das Feuer dauert, desto größer der Lohn ist...“ Diese Praktiken führten zu der allgemein anerkannten Forderung, freiwillige Feuerwehren zur schnelleren und wirksameren Brandbekämpfung aufzustellen. 1861 entstand in Kiel die erste freiwillige Feuerwehr Schleswig-Holsteins. Im Kreis Stormarn übernahm Wandsbek als damalige Kreisstadt die Rolle des Vorreiters. 54 Wandsbeker Kaufleute und Handwerker gründeten im September 1871 eine freiwillige Feuerwehr. Als Nächstes kam es in Bad Oldesloe und Reinfeld zur Gründung freiwilligen Feuerwehren.




Der erste Wehrführer der FFA Carl Köhn. Ihm verdankt die Wehr den Titel als älteste Deutschlands.
Wegen seines mächtigen Vollbartes wurde er Barbarossa genannt – und welche Wehr außer der
Ahrensburger kann schon von sich behaupten, von Barbarossa gegründet worden zu sein.





Das älteste bekannte Foto der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg:
die Mitglieder auf einer Generalversammlung am 26. März 1883.





Diese Gründungsmitglieder waren noch beim 50-jährigen Bestehen 1931 dabei und
erhielten dafür eine Zigarrendose. (von links - Överdiek, Westphal, Griesenberg, Lohse)





Fast zehn Jahre nach Wandsbek, am 19. Dezember 1880, war auch in Ahrensburg die Zeit reif für die Gründung einer freiwillige Feuerwehr. Der Maurermeister Carl Köhn hatte zu einer Versammlung in das „Lokal Zietan“ eingeladen. Heute steht dort ungefähr die Post in der Stadtresidenz in der Hagener Allee. Es erschienen 30 an der Gründung interessierte Bürger. Diesen Bürgern wurde am 9. Januar 1881, einem Sonntag, die Feuerwehr noch etwas schmackhafter gemacht, denn sie bekamen von den Wandsbeker Feuerwehrmännern eine Steigerübung am Kornspeicher Lehmann vorgeführt. Unmittelbar im Anschluss an diese Darbietung stand der Wille der Bürger fest, und es wurde unter Leitung des Gemeindevorstehers Barkmann die Gründungsversammlung vorgenommen. Unter dem Leitwort „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ erhielt nun auch in Ahrensburg das Feuerwehrwesen seine eigene, an dem freien Willen der Bürger erwachsene Prägung. Im Protokoll heißt es unter anderem: „...hat sich heute in Ahrensburg eine Feuerwehr gegründet, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, das Leben und Vermögen seiner Nächsten bei Ausbruch eines Feuers zu retten und unseren Ort zu beschützen, der so häufig schon von diesem Feind heimgesucht worden ist, und zwar ohne Vergütung.“


Waren diese Statuten im Verlaufe der vorangehenden Debatte auch nicht gänzlich unbestritten, so unterschrieben doch sofort „26 als aktive Mitglieder und 6 als passive, welche beschlossen, den Bogen noch weiter circulieren zu lassen“.


Die Stormarnsche Zeitung vom 13. Januar 1881, deren verantwortlicher Redakteur der spätere
Wehrführer Ernst Ziese war, konnte zwischen politischen Entwicklungen und der Bekanntgabe
des vorweihnachtlichen Paketumschlags im Postamt Ahrensburg vermelden, dass „die Wehr
unter dreimaligem Hoch als konstituiert betrachtet wurde“.



Die Wehr macht bereits in diesen ersten Jahren eine rasante Entwicklung durch. Die Gemeinde überließ ihr sofort eine der ortseigenen Spritzen zu Übungszwecken und am 20.Februar 1881 um 6.30 Uhr sonntagsmorgens, wurde unter Leitung des Direktors Graf Carl von Schimmelmann und des Wehrführers Carl Köhn die erste Übung abgehalten. Die erlernten Fähigkeiten konnten bereits am 2.März 1881 im ersten Ernstfall, einem Brand auf dem Boden des Wollspinners C. Telscher, unter Beweis gestellt werden. Die Oldesloer Presse war voll des Lobes für den erfolgreichen Einsatz und rechnete der betroffenen Versicherungsgesellschaft sogleich vor, welche Gelder sie gespart hatte. Noch vier weitere Brände konnten im ersten Jahr erfolgreich bekämpft werden.


Der jungen Wehr mangelte es nicht an Elan und Bereitschaft zum Helfen. Sie wollte fortan nicht mehr die vierte sondern die erste der Wehren im Kreise Stormarn sein. Daher wurde fleißig geübt, anfangs zweimal später einmal monatlich.
Schwierig war es hingegen mit der Finanzierung der Ausrüstung. Von den Mitgliederbeiträgen der aktiven und passiven Mitglieder, die alle gleichermaßen monatlich 25 Pfennig zahlten, konnten in der ersten Zeit nur die notwendigsten Anschaffungen gemacht werden. Auf Grund der guten Einsatzerfolge kamen im Laufe der Jahre Geldgeschenke der zuständigen Feuerversicherungen hinzu, die ausnahmslos zur Anschaffung von Löschgerätschaften verwendet wurden.


Die ersten Uniformjacken waren ein Geschenk des Grafen von Schimmelmann. Der Lieferant, Kolonialwarenhändler Overdieck, hatte sie vorweg zur Begutachtung im Dorf eine Woche spazieren getragen. Am 29. Mai 1881 erschienen die Wehrmänner zum ersten Mal in Uniform zum Dienst. Eine Woche später wurden die Uniformen in der Kreisstadt Wandsbek den zuständigen Stellen vorgeführt. Die Uniformen fanden so großen Anklang, dass die Feuerwehr beim Festeinzug des frisch vermählten gräflichen Hochzeitspaares vom Bahnhof der bereits seit 1865 bestehenden Bahnstrecke Hamburg – Lübeck, zum Schloss den Zug anführen durften. Diese Szene ist auf dem im Schlossmuseum verwahrten Einzugsbild des Malers Eggert Behn festgehalten, wobei es sich um dessen größtes Bild handelt, zumal er drei Jahre später, mit 30 Jahren, an der Schwindsucht verstarb.




Eggert Behns Einzugsbild. In neuen Uniformen durfte die Feuerwehr 1881 den Festeinzug des  
neuvermählten gräflichen Hochzeitspaares vom Bahnhof zum Schloss anführen. Zu erkennen
sind die Feuerwehrmänner H. Köhn, Westphal, Tadicken, Griesenberg, Överdiek (v.l.).
Dieses Gemälde befindet sich im Ahrensburger Schloss.






Gegen Ende des Jahres 1882 erhielt die Wehr von der Gräfin Adelaide von Schimmelmann
die Fahne geschenkt, die bis heute mit ihrem Symbol „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“
wegweisend für die Tätigkeit der Mitglieder ist.



Die Gräfin war im Übrigen schon insofern für Ahrensburger Hilfsorganisationen hervorgetreten, als dass sie 1867 zur Gründung der Ahrensburger DRK-Gruppe als erster DRK-Gruppe in Schleswig-Holstein maßgeblich beigetragen hatte.


Carl Köhn wurde als Wehrführer bereits nach zwei Jahren von Asmus Wall abgelöst, der vier Jahre die Führung der Wehr innehatte. 1886 wurde der bereits erwähnte Druckereibesitzer und Journalist Ernst Ziese Wehrführer.



Mit seiner Hilfe konnte bei der hiesigen Sparkasse 1887 ein Darlehen zur Anschaffung
einer Handdruckspritze beschafft werden, welche der noch heute im Eigentum der
Wehr befindlichen Spritze entspricht.



Am 25. April 1889 lieferte der Stellmacher Voss für 160 Mark einen Gerätewagen. Für die Ausrüstung des Wagens wurden für 111,40 Mark Schläuche und vom Tischlermeister Kottwitz eine Dachleiter für 6 Mark angeschafft. Zum 10-jährigen Bestehen waren noch 13 Mitglieder seit dem Gründungstage der Wehr zugehörig.


1894 - Johannes Griesenberg wird Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg. Er bleibt bis 1923 im Amt – das ist bis heute die längste Zeit eines Wehrführers in der Geschichte der Ahrensburger Wehr.


Auf der Generalversammlung am 31.März1896 wurde die Gründung einer Feuerwehrkapelle beschlossen. Der Musiker Ahlers wurde beauftragt, die Musikinstrumente zu beschaffen und den Unterricht zu übernehmen. In ihrem 60-jährigen Bestehen konnte die Kapelle viele große Erfolge erringen. Besonders hervorgehoben wurde sie zum Beispiel im Bericht des Stormarner Tageblatts über den Festabend zum 50-jährigen Bestehen der Wehr 1931, wo sie „auch nach dem Urteil auswärtiger Gäste gute Leistungen zeigte“ und ihr daher „eine Vielzahl von Hochrufen“ erbracht wurden. Leider wurde die Kapelle 1955 aufgelöst, nachdem es zum Bruch mit den Mitgliedern der Löschabteilung gekommen war. Es hatte Streit wegen der Zuweisung finanzieller Mittel gegeben, und eine gemeinsame Führung der Abteilungen schien nicht mehr möglich zu sein. 1896 konnte man endlich einen Mannschaftswagen bestellen, der am 12.August1896 vom Stellmacher Voss für 600 Mark geliefert wurde. Da die Wehr seit 1892 über ein eigenes Gerätehaus verfügte, war die Unterbringung der Wagen nicht schwer. Problematisch war es jedoch, bei Übungen und Einsätzen Gespanne für die Wagen zu erhalten. Die Gespannfrage wurde ausdrücklich im „Ortsstatut betr. das Feuerlöschwesen in der Landgemeinde Ahrensburg“ geregelt: „Die Gespannhalter des Brandbezirkes sind verpflichtet, in der ihnen mitgeteilten Reihenfolge, Vorspann und Wagen bei jedem durch Alarmzeichen bekanntgemachten Brande sogleich vollständig angeschirrt unter kundiger Führung zum Gerätehause oder der sonst bezeichneten Stelle zu senden. Für die bei einem Brande oder einem Alarm zuerst eintreffenden Gespanne werden Prämien von zwei Mark angesetzt.“ Nicht alle Gespannhalter nahmen ihre Pflichten ernst, und so kam es immer wieder zu Verweisen und anderen Ordnungsstrafen, und schließlich wurde nicht nur bei den zuerst, sondern bei allen eintreffenden Gespannen eine Entschädigung gezahlt. Im benannten Ortsstatut waren im Übrigen die Pflichten der Brandwehrmitglieder, das waren die freiwillige Feuerwehr und jede männliche Person vom vollendeten 25. bis zum 40. Lebensjahr bis auf bestimmte Ausnahmen, sehr umfangreich geregelt: Es sind nicht weniger als zehn (!) Seiten. Zu „jedem entstandenen Brande“ sowie zu den angesetzten Übungen mussten diese Bürger erscheinen, außer sie waren durch das Vorliegen „besonderer, von der Ortspolizeibehörde als stichhaltig anerkannter Behinderungsgründe“ befreit. Waren die Mannschaften erst einmal, beispielsweise zu einem Einsatz, anwesend, durften sie eigentlich nichts mehr außer Gehorsam leisten: „Die Mannschaften sind verpflichtet:
1. ein ehrenhaftes, männliches Betragen, insbesondere Nüchternheit, Pünktlichkeit, Ruhe, Ausdauer, Gehorsam und, wo es gilt, Mut und Besonnenheit zu zeigen;
3. jedem Führer unbedingt Gehorsam zu leisten, auch nach dem Dienst, sofern sie Abzeichen tragen;
4. etwaige Fragen der Vorgesetzten kurz und bestimmt zu beantworten; Gegenreden sind verboten;
8. ...Den Mannschaften ist verboten:
c) im Dienste zu schreien, zu lärmen und zu singen,
d) Branntwein oder sonstige Spirituosen zu genießen oder zu rauchen, wenn dies nicht vom Führer gestattet wird... .“
Für die freiwillige Feuerwehr galten daneben die eigenen Statuten, 1908 „revidirt nach dem Normal-Statut für freiwillige Feuerwehren der Provinz Schleswig-Holstein“. Darin heißt es „zum Zweck des Vereines“:
„Die freiwillige Feuerwehr ist ein Verein gesunder und kräftiger Männer, welche die Ehrenpflicht übernehmen, sich durch regelmäßige Übungen bei militärischer Disziplin die Gewandtheit, den Mut und die Ruhe anzueignen, welche nötig sind, um bei Feuersgefahr möglichst rasch und in zweckmäßiger Weise Hilfe leisten zu können.“
Während die passiven Mitglieder jederzeit austreten konnten, aber den vierteljährlich vorabzuzahlenden Beitrag von 75 Pfg. für das laufende Jahr fort zu entrichten hatten, mussten sich die aktiven Mitglieder auf zwei Jahre zum Dienst verpflichten, um überhaupt aufgenommen zu werden. Sie brauchten aber keine Mitgliedszahlungen mehr zu leisten.
Das aktive Korps der Wehr bestand aus dem Kommando, der Steigerabteilung und der Spritzenabteilung. Das Kommando und zwei von allen Mitgliedern gewählte passive Mitglieder bildeten den „Verwaltungsrat“, dem die „inneren und ökonomischen Angelegenheiten“ mit Ausnahme des aktiven Dienstes oblag. Die finanziellen Angelegenheiten und die Vereinszwecke wurden also unter Mitwirkung der nichtaktiven Mitglieder geregelt. Für die Mitglieder gab es ein aus zwei aktiven Führern und drei Feuerwehrleuten bestehendes „Ehrengericht“, das Verweise, Geldstrafen bis zu 6 Mark und Entlassung aus der Wehr anordnen konnte. Zwischenzeitlich gab es dann auch erste Übungsordnungen für die Feuerwehren der Provinz Schleswig-Holstein, die bis in alle Einzelheiten die Signale der Alarmierung und im Einsatzablauf sowie die einzelnen Kommandos und ihre Ausführung an den Geräten regelten. Beispielsweise sind bei den Übungen mit Steiger- und Rettungsgeräten jede einzelne Bewegung und das zugehörige Kommando genau bestimmt.




Der Musikzug der Ahrensburger Wehr um 1920






1923 – Rudolf Behnk wird Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg.


3.8.1929 - Nach Auflösung der preußischen Gutsbezirke werden in die Gemeinde Ahrensburg der Gutsbezirk Ahrensburg und die Gemeinde Kremerberg eingegliedert. Die 1909 gegründete Freiwillige Feuerwehr „Gut Ahrensburg“ stellt ein Gesuch zur Übernahme in die Freiw. Feuerwehr Ahrensburg, dem am 29.11.1929 entsprochen wird. Die Gutswehr wird zum Löschzug II der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg.


1930 - Es wird eine Motorspritze mit Schleppwagen für 12213,26 RM angeschafft.

1.4.1932 - Nunmehr besteht die FF Ahrensburg aus drei Löschzügen: der Ortswehr (40 Mitglieder), der ehemaligen Gutswehr (13 Mitgl.) und der übernommenen Wehr Wulfsdorf (20 Mitgl.). Fahrzeuge: Ein Mannschaftswagen, ein Gerätewagen, eine Anhängemotorspritze, zwei Handdruckspritzen, zwei Schlauchwagen. Unterkünfte: drei Gerätehäuser ohne Wohnungen, ein Schlauchtrockenturm. Löschwasservorräte: 12 Feuerlöschteiche, ein Feuerlöschbrunnen. Es sind zwar schon Hydranten im Gemeindebezirk vorhanden, aber noch nicht in Betrieb.


27.5.1932 - Das „Ortsstatut betreffend das Feuerlöschwesen in der Landgemeinde Ahrensburg vom 30. Juli 1906“ wird abgelöst durch die Ortssatzung gleichen Namens, die auf Grund der „Polizeiverordnung über das Feuerlöschwesen in der Provinz Schleswig-Holstein vom 23.2.1932“ beschlossen wird.


8.6.1933 - Oberbrandmeister Behnk weist vor dem Brandschutzamt der Gemeinde erneut auf die baulichen Mängel am Spritzenhaus hin und äußert den Wunsch, die Feuerwehr – wenn möglich – beim Elektrizitätswerk unterzubringen. Es kam auch die in Wulfsdorf praktizierte Schlauchtrocknung zur Sprache: ein Birnbaum, der vom Hamburger Staat entfernt worden ist. Es soll die Möglichkeit geprüft werden, vom Hamburger Staat Ersatz zu verlangen.


7.7.1933 - Die Feuerwehrkapelle weigert sich, von der SA übernommen zu werden.


1935 – Arthur Henze wird im für ein Jahr Wehrführer der FF Ahrensburg bevor er 1936 zum Amtswehrführer des Amtes Ahrensburg wird. Sein Nachfolger als Wehrführer wird Wilhelm Schneider.


1937 - Ein Jahr der Neubildungen. Hamburg bekommt die Stadt Wandsbek zugeschlagen. Ahrensburg wird Amtsbezirk unter Einbeziehung der Gemeinden Großhansdorf, Schmalenbek, Bünningstedt und Hoisbüttel. Die einzelnen Wehren werden zu einer Amtswehr zusammengeschlossen, behalten aber ihre Selbstständigkeit. Die Amtswehr umfasst einen Löschzug und ,,5 Halblöschzüge“. Sie ist eine „Polizeiexekutive besonderer Art“ und untersteht dem Amtsvorsteher als Ortspolizeiverwalter.


3.2.1938 - Die Wehr erhält einen Personenkraftwagen „Adler“ als Kommandofahrzeug.

13.10.1938 - Vom Bürgermeister Scheele werden über 25 Bürger aufgefordert, in die Feuerwehr einzutreten, „da sie bisher in keine: NS-Organisation aktiv tätig sind“. Innerhalb von drei Monaten leisten 14 Bürger der Aufforderung Folge.



Mit der dritten Durchführungsverordnung zum Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 24.10.1939 gibt es keine Amtswehrführer mehr. Diese werden nun als „Unterwehrführer des Kreiswehrführers des Kreises Stormarn“ ernannt. Sie sind mit den Wehrführern der einzelnen Wehren dem Ortspolizeibeauftragtem gegenüber für die Schlagkraft aller Wehren im Bezirk verantwortlich.


28.11.1939 – An diesem Tag beantragt der Amtsvorsteher die Freiwillige Feuerwehr e.V. Ahrensburg aus dem Vereinsregister zu löschen. Sie ist jetzt Polizeihilfstruppe, die dem Reichsminister des Innern untersteht. „Der freiwillige Dienst in der Hilfspolizeitruppe ist ein ehrenvoller, opferbereiter Einsatz für die deutsche Volksgemeinschaft.“


07.12.1939 - Die Löschung aus dem Vereinsregister erfolgt.


Am 08.03.1940 wird eine DL 17 für 9.256,40 Reichsmark bei Magirus bestellt, wobei hier unbekannt ist welches Fahrgestell genommen wurde.


08.05.1940 - Die Beschaffung der DL 17 muss ins dritte Quartal 1940 zurückgestellt werden,

da die Eisenbeschaffung nicht geklärt ist, schreibt SS und Polizeiführer Dr. Höhne.

19.Juli 1940 - bis zum 22.07.1940 muss das Kommandofahrzeug mit dem Kennzeichen IP 74 271 bis 1100 Uhr in der Hovestraße 72 abgegeben werden, da es zum Kriegseinsatz abbeordert wurde.


Am 03.08.1940 wird vom Reichsführer der SS und Chef der deutschen Polizei die Beschaffung einer DL 17 für Ahrensburg zugestimmt.


16.08.1940 - Magirus bestätigt die Genehmigung der SS für die Beschaffung einer DL.


31.10.1940 Bei Mercedes wird ein Fahrgestell Mercedes Benz L 1500 3.289,10 RM mit geschlossenem Führerhaus 868,70 RM, Frontscheibe, zwei seitlichen Kurbelfensterhebern 442,20 RM Bereifung und Transport zu Magirus für die DL für gesamt 4.600 RM bestellt.


07.04.1941 - von Magirus kommt die Bestätigung, dass das Fahrgestell von Mercedes Benz eingegangen ist.


Am 16.04.1941 geht die Rechnung von Mercedes Benz über 4723,80 RM ein.

03.07.1941 - wird die Genehmigung der Überführung der DL von Ulm nach Ahrensburg ausgestellt.

15.8.1941 - Übergabe der Kraftfahrdrehleiter DL 17 mit dem Kennzeichen Pol 34 681 an die Wehr.





01.12.1941 - Die Gesamtkosten der DL werden wie folgt bezahlt. Zuschuss der Feuerschutzsteuer 5.500 RM, Zuschuss des Schlossverein 4.000 RM und die Gemeinde Ahrensburg 2.435,20 RM.



Im Dezember 1941 wurde schriftlich zwischen Arthur Henze und der Gemeindevertretung über die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges verhandelt. Die Gemeindevertretung spricht sich für ein leichtes Löschgruppenfahrzeug (LLG) zum Kaufpreis von 12.000 Reichsmark aus, Arthur Henze spricht sich für die Beschaffung eines schweres Löschgruppenfahrzeug/Sonder-LG (SLG) aus.


Am 07.03.1942 spricht sich die Gemeindevertretung gegen die Beschaffung eines SLG aus und vertagt dieses Thema bis nach Kriegsende.


30.5.1942 – Jetzt haben alle Fahrzeuge den vorschriftsmäßigen grünen Farbanstrich. Dieser war Vorschrift, weil es während des Zweiten Weltkrieges keine Feuerwehr, sondern die „Feuerschutzpolizei“ gab. Erst nach dem Krieg wurden die Fahrzeuge wieder rot lackiert.


1.6.1942 - Von 46 Mitgliedern der Ortswehr sind 25 zur Wehrmacht einberufen.

10.07.1942 - da Ahrensburg zu den Luftgefährdeten gebieten zählt, erwirbt die Gemeinde zur Erhöhung der Schlagkraft der Feuerwehr ein SLG und gibt dafür einen Opel Blitz Mannschaftswagen und eine 1000l Lafettenspritze in Zahlung.


13.07.1942 - Die Beschaffungsbehörde setzt sich mit dem Leiter der Landesfeuerwehrschule Kamerad Matthisen, dem Kreisbrandmeister David und Arthur Henze zusammen. Es wurde ein SLG befürwortet, wofür Kamerad Matthisen 15.000 RM Fördermittel zur Verfügung stellen soll. Des Weiteren will er die Lafettenspritze und den Opel Blitz in Zahlung nehmen. Vom Kreis Stormarn sollen 2.500 RM Zuschuss zum Fahrzeug kommen.


20.07.1942 - der SS und Polizeiführer Dr. Höhne genehmigt ein SLG für Ahrensburg.



09.09.1942 - der Vertrag über die Lieferung eines SLG mit Magirus zu einem Preis von 25.164,05 RM wird unterschrieben. Da der Opel Blitz und die Lafettenspritze in Zahlung gegeben werden, kommt der Preis von 19.783,25 RM zu Stande.



15.12.1942 - das SLG mit dem Kennzeichen Pol 37685 wird in Stuttgart auf die Bahn verladen und nach Ahrensburg geschickt.



19.12.1942 - Ein schweres Löschgruppenfahrzeug SLG (spätere offizielle Bezeichnung LF15) wird per Bahn angeliefert.


Der Bürgermeister der Gemeinde Ahrensburg fragt schriftlich am 30.04.1943 beim Kameraden Artur Henze an, was mit den 9 Handdruckspritzen, die auf dem Bauhof lagern, passieren soll.


Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg macht am 01.06.1943 dem Ahrensburger Amtsvorsteher eine namentliche Stärkemeldung der Wehr. Danach sind 19 Kameraden nicht zur Wehrmacht eingezogen und stehen der Wehr zur Verfügung. Weitere 22 Kameraden sind eingezogen und stehen deshalb nicht zur Verfügung.


1943 - Der Ahrensburger Amtswehrführer und Unterkreisbrandmeister Arthur Henze wird Kreisbrandmeister. Er bleibt es bis zum 30.12.1954.







4.6. und 5.6.1943 - Der Bürgermeister der Gemeinde Ahrensburg bestätigt, dass jeweils ein leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG aus Sindelfingen in Ahrensburg eingetroffen ist.

Die beiden LLG haben die Kennzeichen Pol 209157 und Pol 209158


1.7.1943 - Die Wehr erhält zwei Krafträder. Dies ist an Hand zweier Leihverträgen aus dem Stadtarchiv belegt, wo die Motorräder und das eine LLG nach dem Krieg geblieben sind lässt sich nicht rekonstruieren. Die Motorräder hatten die Kennzeichen Pol 34689 und Pol 34690. Nach den Luftangriffen in der Nacht vom 24. zum 25. Juli 1943 auf Hamburg, fährt auch die Ahrensburger Feuerwehr nach Hamburg um zu unterstützen.


31.August 1943 - Es werden Leihverträge über die beiden LLG mit TS und TSA werden unterzeichnet.


Mit drei Fahrzeugen fahren die Ahrensburger Feuerwehrleute im Januar 1944 nach Kiel um dort nach den Bombenangriffen vom 04.01.-14.01.1944 zu unterstützen.



Am 29.02.1944 treffen die beiden TSA und die beiden TS für die LLG in Ahrensburg ein, nachdem Sie bereits am 22.01.1944 Ihr Herstellerwerk verlassen hatten.


Am 09.05.1944 kam die Anweisung bei Fliegeralarm die Fahrzeuge wie folgt zu Positionieren.
1. ein LLG bleibt im Feuerwehrgerätehaus in der Lohe
2. ein LLG wird beim Bauern Fick auf dem Reeshoop abgestellt
( Das ist ungefähr dort wo heute der Lehmannstieg von der Rathausstraße abgeht in Richtung Rathaus)
3. Das SLG ist bei Gebers in der Garage. (Die Garage und Tankstelle Gebers war dort, wo heute die ARAL Tankstelle in der Manhagener Allee ist).
4. Die DL wird im Schlosspark stationiert.


Am 16.Juni 1944 wird nach neuen Standorten gesucht, es ist aber keine Änderung der Anordnung bekannt.


1944 - Landwacht und Luftschutz werden der Feuerwehr unterstellt.


Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges kam der Wehr ein LLG auf kuriose Weise abhanden. Da mehrere ehemalige französische Kriegsgefangene nach Hause wollten, räumten sie kurzerhand das Feuerwehrfahrzeug leer und fuhren damit nach Hause.


Später kam der Kamerad Eduard Pfleger mit einem LF25 aus Beständen des Reichsluftfahrtministeriums nach Ahrensburg. Dieses Fahrzeug, das Baujahr 1943 war, blieb bis 1969 im Einsatzdienst der Ahrensburger Wehr. Heute steht es bei einem Schrotthändler auf dem Kremerberg. Als dort im Januar 1985 ein Feuer ausbrach, musste die Feuerwehr Ahrensburg ihr ehemaliges Fahrzeug löschen.


Am 24.08.1945 kommt von der Militärregierung die Anweisung die Fahrzeuge und Geräte wieder rot zu lackieren.




Der Neubeginn

Am 1.2.1946 meldet der Bürgermeister die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg beim Landrat einsatzbereit. Die Fahrzeuge, ein LF 25, ein LF 15, eine DL17, ein LF8 und zwei Anhängerspritzen TSA sind voll ausgerüstet und fahrbereit. Die gesamten Geräte befinden sich in gutem Zustand.



10.06.1946 - die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg soll wieder über Sirenen alarmiert werden.
Am selben Tag wird Karl Bargmann zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg gewählt. Ab 1948 wird er zusätzlich auch noch Gemeindewehrführer.


Am 22.11.1946 wird die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg mit der DL zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Benstaben beordert, um einen Schornstein und einen Giebel einzureissen.

9.2.1947 - Es wird wieder gefeiert! Maskerade im Lindenhof. Beginn bereits um 16.00 Uhr, Ende um 1.00 Uhr. 500 Karten für je 3,75 RM werden verkauft.


19.08.1947 - die Lackierung des LF 25 wird für 400 RM beantragt. Des Weiteren werden 9 Fahrräder zum Preis von je 160 RM bei der Gemeinde Ahrensburg beantragt.


Im Jahr 1947 erhält die Gemeinde Ahrensburg einen Zuschuss von 3640 RM für die Bezahlung eines Löschgruppenfahrzeuges.


18.1.1949 - Ahrensburg erhält das Stadtrecht verliehen.



Zum kommissarischen Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg wird Heinz Poschmann für die Zeit vom 17.06. – 27.08.1950 vereidigt.

27.08.1950 Hans Schierhorn
übernimmt die Ämter des Ortswehrführer bis zum 29.03.1957 und Gemeindewehrführer bis zum 30.05.1963.

3.11.1950 - Kfz.-Meister Rughase sen. nimmt das LF 15 in seiner neu errichteten Werkstatt zur Miete auf. Das LF 25 wird in der Garage von Hans Gebers in der Manhagener Allee untergestellt.

04.01.1951 - Die Stadt Ahrensburg stellt einen Antrag für die Bezuschussung eines TLF 15/50, welcher am 15.07.1952 abgelehnt wird.


19.01.1951 der Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges
wird durch die Stadt zugestimmt, wobei das frei werdende Feuerwehrfahrzeug für Bauhofzwecke umgebaut werden soll.


14.6.1952 - Die Wehr zieht in das Gerätehaus Woldenhorn, das umgebaute Elektrizitätswerk, ein. September 1955 Die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg löst sich auf.


31.10.1952 wird die Firma Jonas Jessen beauftragt das LF 25 umzubauen. In diesem Umbau wird die Pumpe bei der Firma Wilhelm Struve überholt. Das Fahrgestell und der Motor werden bei Mercedes auf dem Friedrich Ebert Damm Instand gesetzt. Die Firma Jonas Jessen nimmt den alten Aufbau ab und baut einen neuen Aufbau mit einem Löschwassertank von 3000 Liter, der damit doppelt so groß wie der Alte Tank ist. Die Überholung des LF 25 hat ca. 13.596,40 DM gekostet.


Im August 1956 muss der Motor des LF 15 generalüberholt werden, da die Kurbelwelle gebrochen ist.


Im Dezember 1956 erhält die Feuerwehr eine neue TS von Magirus für 3.600 DM.


Für die Zeit vom 30.03.1957 bis zum 15.02.1958 wird der Kamerad Walter Dohrendorf zum kommissarischen Ortswehrführer ernannt.


Am 15.02.1958 wird der Schornsteinfegermeister Heinz Poschmann Ortswehrführer.


19.3.1959 - Im Hagen wird ein „Hydrantentrupp“ aufgestellt, nachdem nun auch hier eine zentrale Trinkwasserversorgung vorhanden ist. Dieser Trupp soll zunächst nur einen Handkarren erhalten. Die Wehr will den Trupp aber zumindest mit einem Anhänger mit einer Kupplung für Kraftfahrzeuge ausgerüstet wissen. Da sowohl die Ortswehr Wulfsdorf als auch die Nachbarwehr Ahrensfelde ein Tragkraftspritzenfahrzeug bekommen, wird schließlich auch für den Hagen ein Fahrzeug dieses Typs bewilligt.

17.12.1960 - Die Wehr kann die Einweihung ihres Unterrichtsraumes im Gerätehaus Woldenhorn feiern.



Das Gerätehaus Woldenhorn um 1964.
Von 1952 bis 1979 war die Wehr hier stationiert.
Davor stehen (v.l.) KDW VW-Käfer, LF 15 Magirus, LF 25 Daimler Benz,
LF8 Faun Aufbau Magirus, RKW VW-Transporter mit Eigenausbau, TLF 16 Magirus.



1961 - Es wird ein neues Tanklöschfahrzeug TLF16 Magirus Mercur mit Seilwinde und als Komandowagen ein gebrauchter VW Käfer in Dienst gestellt.








19.09.1961 - Für die Löschgruppe „Am Hagen“ wird ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF in Dienst gestellt.

19. - 24.02.1962 - die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg unterstützt mehrmals an verschiedenen Orten nach der schweren Sturmflut in Hamburg.


01.06.1963 - Heinz Poschmann übernimmt zusätzlich das Amt des Gemeindewehrführers.


12.06.1963 - Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg wird mit Ihrem TLF 16 und LF 25 auf die Autobahn km 13 gerufen, um einen Munitionstransporter gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Hamburg Wache Wandsbek zu löschen. Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg verbraucht 5.500l Wasser und 70l Schaummittel.


September 1963 - Die Wettkampfgruppe der Wehr nimmt erfolgreich an den internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Mulhouse Elsas in Frankreich (nähe Freiburg) teil.







6.8.1964 - Abholung der Drehleiter DL26+2 (Baujahr 1941) von der Berufsfeuerwehr Hamburg

13.9.1964 - Abholung des Löschgruppenfahrzeugs LF 8 von Magirus aus Ulm











10.10.1964 - Das LF 15 bekommt eine Fahrschuleinrichtung. Es ist nun mehrfach im Wachbuch zu lesen, dass mit dem LF 25 Fahrschulunterricht und Fahrprüfungen abgehalten wurden. Im Winter 1966/67 auch von der Freiwilligen Feuerwehr Hoisbüttel.


3.11.1964 - Die DL 17 aus dem Jahr 1941 wird an eine Wohnungsgesellschaft verkauft
Januar 1965 - Die DL 26+2 wird fünf Monate nach ihrer Anschaffung in Dienst genommen. Um das hohe Fahrzeug im Gerätehaus Woldenhorn unterzubringen, musste der dortige Stellplatz erst um 50cm abgesenkt werden. Während dieser Zeit stand die neue DL unter einer Plane auf dem Bauhof, denn der zuständige TÜV-Prüfer wollte das Fahrzeug erst abnehmen, wenn es an seinem planmäßigem Standort in einer Halle steht. Während der Umbaumaßnahme war das Fahrzeug nicht einsatzbereit.


Januar 1966 - Als erste Feuerwehr im Kreis Stormarn nimmt die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg eine Funkanlage in Dienst. Es gibt fünf Funkgeräte auf den Fahrzeugen und ein Gerät auf der Feuerwehrwache Woldenhorn. Die beiden letzten Fahrzeuge der Wache Woldenhorn sowie die Fahrzeuge der Löschgruppe Hagen und der Freiwilligen Feuerwehr Wulfsdorf sollen noch im Jahr 1966 mit Funkgeräten ausgerüstet werden.

Januar 1966 - Das TSF aus dem Hagen unterstützt beim Pumpen an der Wakenitz in Lübeck um eine Katastrophe zu verhindern.



3. - 10.09.1966 - Die Wettkampfgruppe nimmt an den internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Karlovac (Jugoslavien) teil.

16.07.1967 Der Kamerad Günther Paul wird Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg


19.1.1969 - Als Ersatz für das LF 25 wird ein LF 16 mit einem Löschwassertank von 1600l in Dienst gestellt.







Dieses Fahrzeug war eine Spende vom Axel Springer Verlag und wurde um 1970 in Eigenleistung
zum Kommandowagen KDW umgebaut.









1970 - Der Magistrat der Stadt beschließt einen Feuerwehrgeneralplan als Grundlage für Anschaffungen im Feuerlöschwesen.

1971 - Die FF Ahrensburg feiert ihr 90-jähriges Bestehen und richtet den 65. Kreisfeuerwehrverbandstag aus, auf dem ihr Mitglied Heinz Poschmann zum Kreisbrandmeister gewählt wird.


Im September 1971 wird der Kamerad Günther Paul Gemeindewehrführer.


Neue Fahne der Wehr, gestiftet von den Frauen der aktiven Mitglieder zum 90-jährigen Bestehen 1971.








15. - 18.12.1971 - Das schwere Löschfahrzeug LF8s wird vom Werk in Giengen abgeholt.
Dies Fahrzeug dient als Ersatz für das LF 15 von 1942.








24.01.1972 - Die DL 26+2 wird nach nur 7 Jahren Dienst in der Ahrensburger Wehr zur Verschrottung auf den Kremerberg gebracht. Hier steht dieses Fahrzeug noch heute, genauso wie das LF15 und die Überreste des LF25.


30.01.1972 -Kamerad Hans Rughase wird Ortswehrführer.


10.11.1972 - Einweihung der Wache am Jonny-Lösch-Weg.








1972 - Einweihung der DL 30 auf dem Rathausplatz







1973 - Ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF für die Wache am Jonny-Lösch-Weg und ein Ölschadensnhänger ÖSA für die Wache Am Weinberg werden in Betrieb genommen.




(Import Bild #22 1973 ÖSA_Ahbg)


1974 - Ahrensfelde ist eingemeindet. Ahrensburg hat eine Ortswehr mehr - mit Ahrensburg und Wulfsdorf sind es jetzt also drei. Zwischenzeitlich haben zwei Betriebe, die Axel Springer AG und die Firma J. F. Behrens, anerkannte Werkfeuerwehren aufgestellt.

19.04. - 28.04.1974 kam es zu einem der größten Feuer in Ahrensburg. Auf dem Gut Stellmoor brannte ein Bullenstall mit Strohboden. Außer den Ahrensburger Wehren waren auch mehrere Züge der Berufsfeuerwehr Hamburg und mehrere Freiwillige Feuerwehren aus Hamburg im Einsatz. Nur durch diesen intensiven Einsatz konnten die restlichen Gebäude gehalten werden.


1.12.1974 - Als Ersatz für einen Anfang der 60er Jahre gebraucht angeschafften VW Transporter, der damals von Kameraden in Eigenleistung zum Rüstkraftwagen ausgebaut wurde, wird ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF/GW in Dienst gestellt. Dieser wurde bis zur Beschaffung des Rüstwagens im Jahre 1979 als Gerätewagen eingesetzt.

1974 bis 1978 - Die Filmgruppe der Axel Springer AG dreht den Ahrensburger Feuerwehrfilm.

27.06.1975 - Es brennt die alte Scheune auf dem Meierhof Forsthof Hagen ab und damit verliert der Ahrensburger Schützenverein zum ersten Mal seine Bleibe.


05.03.1976 - brennt in der Lohe die alte noch bewohnte Schäferkate. Da die Einsatzstelle in der Nähe der Wache ist rennen viele Kameraden zu Fuß zur Einsatzstelle.


01.11.1976 - der Gemeindewehrführer Günther Paul verstirbt an seinem Arbeitsplatz.


18.04.1978 . Nach zehnjähriger Planung wird der Grundstein für das Rettungszentrum Am Weinberg gelegt.

7.6.1978 - Gründung der Jugendfeuerwehr Ahrensburg als 13. Jugendfeuerwehr im Kreis Stormarn.








hintere Reihe v.l.: Ronald Ehrich, Jens Struck, Ralf Struck, Ralf Pfnister, Bernd Brumwinkel und Wolfgang Meyer

mittlere Reihe v.l.: Matthias Grzesko, Jörg Scharpuis, Stefan Jochimsen, Guido Howolt, Hans Holger Hoppe und Martin Tappe

vordere Reihe v.l.: Frank Rughase, Norbert Meier, Dirk Füssel, Michael Bott, Jens Schmidt und Frank Kort


Oktober 1978 Vereidigung der Jugendfeuerwehr im Schützenhaus







hinten rechts v.l.: die Jugendwarte Helmut Schermer, Claus Cropp, Wolfgang Ehrich
hintere Reihe v.l.: Wolfgang Meier, Ralf Struck, Frank Rughase, Bernd Brumwinkel, Jens Struck, Ronald Ehrich, Ralf Pfnister,

Guido Howolt, Stefan Jochimsen, Rainer Dorbandt, Jörg Scharpuis

vordere Reihe v.l.: Kreisbrandmeister Heinz Poschmann, Frank Kort, Sven Davids, Hans Holger Hoppe, Dirk Füssel,

Michael Bott, Ehrenwehrführer und Ehrenkreisbrandmeister Arthur Henze, Jens Schmidt, Matthias Grzesko,

Martin Tappe, Norbert Meier


Das Rettungszentrum "Am Weinberg" 1978 im Rohbau. Im Hintergrund ist das Ahrensburger Schloss zu sehen.






5.10.1979 - Endlich kann die als Rettungszentrum konzipierte Feuerwache „Am Weinberg“ offiziell übergeben werden.
Der Einzug erfolgte bereits im Juni 1979.











5.10.1979 - Zusätzlich erfolgt die Übergabe des Rüstwagens RW2 an die Ortswehr Ahrensburg.

Die damals in der Wache vorgesehenen Feuerwehrwohnungen wurden nie gebaut.

(Import Bild #26a 1979 RW2)

1.3.1980 - Durch ein Feuer wurde das Amtsgericht Ahrensburg und damit auch zahlreiche Grundbucheintragungen Ahrensburger Bürger vernichtet.

11.1.1981 - Offizielle Feierstunde zum hundertjährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg und Übergabe des Tanklöschfahrzeugs TLF 24/50 an die Ortswehr Ahrensburg. Dieses löste das TLF16 von 1961 ab.

(Import Bild #27 1981 TLF24/50)

23.03.1986 - Ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF wird in Dienst gestellt und löst das MTF aus dem Jahr 1973 ab.








26.10.1986 - Als Ersatz für das LF8 aus dem Jahr 1964 wird ein neues LF16 in Dienst gestellt.








Zusätzlich wird auch der Komandowagen KDW erneuert. Hier erhält die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg das alte Dienstfahrzeug, einen Mercedes 250 vom Bürgermeister Samusch.







17.11.1989 - Bei der Fahrzeugübergabe der DLK 23/12, welche die DL 30 aus dem Jahr 1972 ablöst, tritt neben der Ahrensburger Wehr auch die Freiwillige Feuerwehr Seebad Ahlbek von der Insel Usedom an. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze war es nun möglich, sich für eine Einladung der Ahlbeker Wehr zum Jubiläum im Oktober 1989 zu revanchieren.








März 1990 - Das LF16 aus dem Jahr 1969 wird von der Wache "Am Weinberg" an die Wache "Jonny-Lösch-Weg" verlegt.
Im Gegenzug wird das 1986 beschaffte MTF an die Wache "Am Weinberg" verlegt.

(Import Bild #32 1969 LF16)

09.11.1992 - Das LF 16 der Wache Jonny-Lösch-Weg wird durch ein LF 8/6 abgelöst.








1.1.1993 - Die ersten zwei Kameradinnen treten in die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg ein.

21. - 23.5.1993 - Das 112-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg wird mit einer öffentlichen Disco im Alfred-Rust-Saal, einem internen Ball mit geladenen Gästen in der Fahrzeughalle und Vorführungen auf dem Rathausplatz gefeiert.

22.11.1995 - Als Ersatz für den KDW aus dem Jahr 1986 wird ein Mehrzweckfahrzeug MZF in Dienst gestellt.








22.11.1995 - Außerdem erhält die freiwillige Feuerwehr einen Gerätewagen Nachschub GW/N.







Juni 1996 - Der Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz GW-AS wird angemeldet und abgeholt.






17.6.1998 - Ein LF 16/12 wird als Ersatz für das schwere Löschfahrzeug LF 8s aus dem Jahr 1971 in Dienst genommen.
Das ausgemusterte Fahrzeug wird an die befreundete Wehr Seebad Ahlbek verkauft.







17.6.1998 - Zusätzlich wird ein von Ahrensburger Firmen gesponserter VW Golf als Einsatzleitwagen offiziell in Dienst genommen.







10.9.1998 - Das nun mehr 24 Jahre alte TSF/GW der Wache "Jonny- Lösch-Weg" wird durch ein MTF ersetzt.







8.5.1999 - Das 40-jährige Bestehen der Löschgruppe Hagen wird gefeiert

21.6.2001 - Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg nimmt erstmalig an einer Übung zur Schiffsbrandbekämpfung
bei der Marine in Neustadt teil.

30.11.2001 - Der Rüstwagen RW2 aus dem Jahr 1979 wird durch einen neuen RW2 abgelöst.









1.11.2002 - Als Ersatz für das 1981 in Dienst gestellte TLF24/50 und das 1986 in Dienst gestellte MTF wird jeweils ein neues Fahrzeug gleicher Bauart beschafft gestellt.

Das alte TLF24/50 wird heute von den Ahrensburger Stadtbetrieben für die Grünpflege eingesetzt.







Oktober 2005 - Der 1998 in Dienst gestellte Golf wird durch eine Mercedes-E-Klasse ersetzt.








14. Januar 2006 – Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg feiert ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Wache am Weinberg und dem Stiftungsfest im Schützenhaus am Ostring.


27. – 28.05.2006 Die öffentliche Feier des 125 Jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg wird gefeiert.


29.05.2006 Der Kamerad Wolfgang Florian Ehrich hat das Amt des Ortswehrführers übernommen.


19.01.2007 Nach dem am 27.06.1975 die Unterkunft des Schützenvereins in der alten Scheune des Meierhofes Forsthof Hagen abgebrannt war, brannte nun zum zweiten Mal die Unterkunft des Schützenvereins ab. Diesmal war es das Schützenhaus am Ostring.


11.08.-12.08.2007 Morgens fährt der RW 2 mit der ersten Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn in den Kreis Ostholstein, wo es über Nacht stellenweise knapp 200 mm geregnet hat. Am Nachmittag fährt auch das LF 16 mit der zweiten Brandschutzbereitschaft nach Ostholstein. Beide Fahrzeuge kehren nach jeweils einen 16 Stunden Einsatz in Ostholstein in die Remise zurück.


05.07.2008 Die Jugendfeuerwehr Ahrensburg feiert ihr 30 jähriges bestehen.


25.02.2009 die Jugendfeuerwehr Ahrensburg wählt mit Jenny Witt das erste Mädchen zur Jugendgruppenleiterin


06.06.2009 Das 50 jährige bestehen der Löschgruppe Hagen wird gefeiert.


11.06.2009 Das LF 20/16 wird offiziell in Dienst gestellt.







Fortsetzung  folgt - to be continued